Kamin Wien
Wien ist eine Stadt zum Träumen, voller prächtiger Bauten, malerischer Gassen und unvergänglicher Walzerklänge. Schön und zeitlos, wie edler Marmor.

Bereits im 5. Jahrhundert v. Chr. siedelten auf dem heutigen Stadtgebiet keltische Stämme. 15 v. Chr. erobern die Römer das Wiener Becken und errichten das Militärlager Carnuntum. Urkundlich als Stadt wird Wien erstmals 1137 erwähnt. Zwanzig Jahre später ist Wien bereits Residenzstadt des Herzogtums Österreich. 1278 gibt die Schlacht auf dem Marchfeld, bei der der tschechische König Ottokar II. dem deutschen König Rudolf I. von Habsburg unterliegt, den Ausschlag für die Herrschaft der Habsburger, welche 640 Jahre andauern sollte.

1526 steigen die Habsburger auch in Ungarn und Böhmen auf den Thron und Wien wird beinahe vier Jahrhunderte zum Mittelpunkt des größten europäischen Reiches. Mitte des 18. Jahrhunderts beginnt Maria Theresia mit einer Politik der Modernisierung und Reformierung. 1815 wird auf dem Wiener Kongress die Neuordnung Europas beschlossen. Im Alter von nur 18 Jahren wird Franz Joseph 1848 Kaiser von Österreich.

Um 1900 lebten in Wien beinahe zwei Millionen Menschen, darunter zahlreiche Juden. Nach dem I. Weltkrieg zerfällt das Habsburgerreich und die Republik wird ausgerufen. 1938 marschiert Hitler auf dem Heldenplatz ein und Österreich wird Teil des Deutschen Reiches. Im II. Weltkrieg wird die Stadt schwer zerstört. Die Reformpolitik Bruno Kreiskis beschert Wien in den 1970er Jahren erneuten Aufwind. Der EU tritt das Land 1995 bei. Als Publikumsmagneten galten die Feierlichkeiten anlässlich des 100. Todestages von Johann Strauss 1999, sowie der 250. Geburtsstadt Mozarts, welchen die Stadt im Jahre 2006 feierte.