Kamin Turin
Turin, heute eine moderne Metropole, blickt auf eine sehr lange und umfangreiche geschichtliche Entwicklung zurück. Will man das Wort Turin richtig deuten, muss man wissen, dass Turin von dem keltischen Wort Tau abstammt. Die Kelten bezeichneten mit dem Wort Tau die Berge. Im italienischen Sprachgebrauch wird Turin als Torino bezeichnet. Hier bedeutet as Wort kleiner Bulle und deshalb findet man auch heute noch im Wappen der Stadt, den Bullen.

Am aller wahrscheinlichsten ist aber, dass im ersten Jahrhundert vor Christus, von den Römern hier schon ein Lager mit militärischem Charakter erreichtet wurde. Die aus damaliger Zeit, auch heute noch erhaltene typische Stadtstruktur, findet man auch heute noch in Turin. Der Stadtteil Quartiere Romana stammt noch aus dieser Zeit. Im 13. Jahrhundert wurde Turin von den Herzögen von Savoyen eingenommen und im 15. Jahrhundert völlig neu errichtet. Im Jahr 1563 wurde Turin zur eigentlichen Hauptstadt des Herzogtums.

Im 17. Jahrhundert, nach der Schlacht von Turin, begann man mit der nochmaligen Umgestaltung der Stadt und im Jahr 1861 wurde sie zu Hauptstadt nach der Vereinigung Italiens. Diesen Status musste sie an Florenz im Jahr 1865 abgeben. Zum wichtigen Verkehrsknotenpunkt wurde sie nach der Öffnung des Mont-Cenis-Tunnels 1871.

Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kann man vom wirtschaftlichen Aufschwung sprechen. 1960 erreichte sie mit einer Einwohnerzahl von über einer Million schon Metropolencharakter.

Als Fazit kann man anmerken, dass Turin ihren geschichtlichen Werdegang den adligen Savoyer zu verdanken hat, denn sie waren es, die Schlösser und Statuen von besonderer Güte hinterließen. Im Jahr 1899 legten jedoch die bürgerlichen Agnellis mit Fabbrica Italiana Automobili Torino den eigentlichen Grundstein, für das heutige moderne Turin.