Kamin Toledo
So unabhängig wie die Region am Ufer des Tajo, so unvergleichlich ist die Geschichte der Stadt Toledo.

Wer in der historischen Metropole weilt, der wird mitten in die Geschichte hineingerissen. Noch heute ist eine mittelalterliche Brücke zur Flussüberquerung vorhanden, noch heute bietet die Stadt einen atemberaubenden Blick in eine andere Zeit.

In der Kathedrale Santa María und im Alcázar spiegelt sich die Schönheit des 13.- 16. Jahrhunderts wieder, zahlreiche Kirchen und Museen laden zum Kennenlernen eines Weltkulturerbes ein. Die Ketten indes, die an der Kirche San Juan de los Reyes noch heute der Sklaverei gemahnen, lassen an die Zeit der Berberesken denken. Mittelalterliche Synagogen wie El Transito und Santa Maria la Blanca erzählen ihre ganz eigenen Geschichten.

Während des Römertums diente die Puente de Alcántara, die über dem Tajo liegt, als Hauptzugang zur märchenhaften Bilderbuchstadt. Die Puente de San Martin ergänzte diesen im späten Mittelalter.


Die frühesten Anfänge der Stadt gehen jedoch auf die Besiedlung der Keltiberer zurück, welche ihre Burgen mit einer Stadtmauer schützen, deren Überreste noch heute Archäologen begeistern. Teile der Mauern überdauerten Barbareneinfälle, trotzen Schlachten und beherbergten Alanen wie Westgoten. In der nachfolgenden Epoche tagten die 18 Konzile, unter anderem unter Isidor von Sevilla. Die Herrschaft der Mauren ließ die Stadt ebenso erblühen wie später die der Dhun-Nuniden, die die Stadt zur Hauptstadt ihres Taifa, ihres Königreiches machten.

Toledos Verlauf durch die Jahrhunderte ist geprägt von Eroberungen, religiösen Machtwechseln und herrschaftlichen Intrigen, aber vor allem durch den noch heute erstrahlenden Glanz und die Schönheit dieser einmaligen Metropole.