Kamin Salamanca
Die Stadt Salamanca wurde in der Antike unter dem Namen "Salamantica" gegründet. Die Stadt wurde während der römischen Herrschaft - etwa 130 v. Chr. bis 710 n. Chr. zu einem sehr wichtigen Handelszentrum. Im 8. Jahrhundert wurde Salamanca von Musa ibn Nusayr während der maurischen Invasion auf der iberischen Halbinsel erobert und konnte erst im Jahr 1085 von Alfons VI. zurückerobert werden. Während dieser Eroberungszeit wurde nahezu vollständig zerstört und konnte für längere Zeit nicht bewohnt werden. Erst ab dem Jahr 1102 wurde das Stadtgebiet unter Raimundo de Borgoña wiederbevölkert.

Im 16. Jahrhundert erwachte Salamanca wieder zu vergangener Blüte. So wurde 1524 mit dem Bau der Kirche und des Klosters San Esteban begonnen. Ein weiterer geschichtsträchtiger Augenblick war die Schlacht von Salamanca am 22. Juli 1812. Damals wurde die französische Armee unter der Führung von Marmont durch die britisch-portugiesische Armee unter Wellington besiegt.

1980 wurde Salamanca in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. 2002 wurde die spanische Stadt zusammen mit Brügge zur Kulturhauptstadt Europas ernannt.

Heute ist Salamanca bekannt durch ihre Universität. Vor allem das Maskottchen der Universität - ein Frosch mit einem Totenschädel - ist europaweit berühmt. Die Universität zählt derzeit mehr als 40.000 Studenten, welche der Stadt ein lebhaftes und jugendliches Image verleihen. In den Räumen der "Universidad de Salamanca" musste Kolumbus 1492 seine Theorien zum Erdumfang sowie dem Abstand von Europa zu Asien vor einigen bekannten Professoren erläutern. Daneben wurden hier auch die Grundlagen des Völkerrechts von dem dominikanischen Pater Francisco de Vitoria im Jahr 1540 formuliert.