Kamin Porto
Porto ist die nördlichste und zweitgrößte Stadt in Portugal. Besiedelt ist der Ort seit der griechischen Kolonisation. Der erste Name Portos ist Kalos gewesen, was „schön“ auf Griechisch heißt. Unter der römischen Besatzung erhält die Siedlung, in die Kelten zugewandert sind, die lateinische Bezeichnung portus cale, was schöner Hafen bedeutet. Daraus leitet sich auch der heutige Name Portugal für das Land ab, das die Römer als Provinz Lusitania ihrem Reich einverleiben.

Diese Stadt ist um den Hafen entstanden, den der Fluss Douro bei seiner Mündung in den Atlantik bildet. Dieser ist heute eine Überseehafen und wichtig für die Schiffsrouten nach Nordamerika und Afrika. Die Stadt ist seit 540 Sitz eines Bischofs und gehört unter der sarazenischen Besatzung zu den sieben Burgen, die noch heute in der portugiesischen Landesflagge zu erkennen sind. Von Porto geht 715 die Reconquista aus, die Rückeroberung der iberischen Halbinsel durch christliche Kreuzritter. Heinrich von Burgund erhält die Stadt Porto und das Umland als Lehen. Diese Grafschaft ist die Keimzelle des portugiesischen Königreiches und heutigen demokratischen Staates Portugal.

In der Umgebung wird der Vinho Verde gekeltert. Besonders bekannt ist Porto für sein Produkt, das schon den Römern gemundet haben soll: den Portwein. Dieser wird in der Vorstadt Vila de Gaia hergestellt. Im 18. Jahrhundert vertreiben vor allem die Briten den Portwein.

Das Klima in Porto ist angenehm temperiert. Der kalte Atlantik sorgt für genügend Regen im Winter und mildert die Sommerhitze. Ein Genuss für die Augen sind die alten Bauten aus der Jahrhundertwende und im manuelinischen Stil.