Kamin Pisa
Am Fluss Arno gelegen erstreckt sich die toskanische Stadt Pisa. Einst ein eigener Stadtstaat verlor es 1406 dieses Recht und wurde Florenz zugegliedert, mit dem es bislang in Konkurrenz stand.

Erstmals erwähnt wurde Pisa bereits schon 225 vor Chr. als Hafenstadt am Arno, welche als Festung diente gegen Ligurien.

Die verwinkelten Gassen und typisch italienischen Straßen gesäumt mit Bars und Restaurants findet nur der, der sich von der Anziehungskraft des schiefen Turms von Pisa, dem Wahrzeichen der Stadt, lossagen kann. Mit pisanischem Gelb bemalte Häuser lassen noch auf den Reichtum schließen, der einst in dieser schönen Stadt herrschte.

Neben Genua und Venedig sowie Amalfi galt Pisa als eine der vier Seefahrerrepubliken im Mittelalter, wodurch sich ein eigenes Sprachbild ergab, welches heute noch gesprochen und geschrieben wird.

Viele Herrscher haben die Pisaner erlebt und überlebt. Kriege mit Lucca und Florenz zeichneten lange Zeit das bittere Stadtbild. Die Familie der Medici, eine angesehene Familie aus Florenz, war der Stadt Pisa stets zugetan. Verschiedene Mitglieder dieser Familie förderten die Universität, den Bau der Kathedrale und den Reichtum der Stadt. Allerdings verfielen auch viele der Bauten Pisas unter deren Herrschaft.

Ein Mann brachte nach all den Kriegen und verschiedenen Herrschaften endlich wieder etwas Licht und Hoffnung nach Pisa. Galileo Galilei wurde am 15. Februar 1564 in Pisa geboren und wuchs dort zeitweise auf.

Heute ist Pisa mit seinen Eliteschulen und Universitäten eine Stadt der Bildung und zu Zeiten der Ferien wie ausgestorben, da die Studenten beinahe die Hälfte der Einwohnerzahl ausmachen. Besonders zu dieser Zeit lassen sich die geschichtsträchtigen Gassen und Winkel dieser Stadt bestaunen und geben dem Reisenden das Gefühl, in die alte Zeit zurückzureisen und die italienische Lebensart zu spüren.