Kamin Oxford
Oxford, inzwischen eine der berühmtesten Universitätsstädte der Welt, hat seine Wurzeln in den Gründungen eines Klosters im 8. Jahrhundert nach Christus. Die früheste erhaltene namentliche Erwähnung der Stadt, die heute die Hauptstadt des englischen Districts Oxfordshire ist, findet sich in der Angelsächsischen Chronik aus dem Jahre 912.

Die knapp 90 Kilometer nordwestlich von London gelegene Stadt kann somit auf eine ebenso lange wie ereignisreiche Geschichte zurückblicken. So ist die berühmte Universität bereits im 12. Jahrhundert entstanden, das bekannte University College als erstes von zahlreichen Colleges im Jahre 1249. Zuvor war Oxford bereits zu einer bedeutenden Militärhochburg im Krieg der beiden britischen Königreiche Mercia und Wessex geworden.

1642 wurde Oxford, das heute etwa 150.000 Einwohner hat, ein bedeutender Schauplatz im English Civil War, als die Gerichtsverhandlung gegen Charles I. in der kleinen Stadt an der Themse stattfand. Nachdem Oxford 1790 durch den Oxford Canal mit dem Industriegebiet um Birmingham verbunden wurde, avancierte dieser zu einer der bedeutendsten und ertragreichsten Verkehrstrecken Englands, auf der hauptsächlich Erzeugnisse aus der Landwirtschaft sowie Kohle und Stein transportiert wurden.

Einen kulturellen Aufschwung, der sich auch in einem Anstieg der Einwohnerzahl widerspiegelte, erlebte die Universitätsstadt im beginnenden 20. Jahrhundert, als sich Druckereien und Verlage in der Stadt niederließen. Zeitgleich wurde in einem Vorort Oxfords die Morris Motor Company gegründet, was ebenfalls einen nicht unerheblichen Beitrag zum Bevölkerungswachstum der Stadt leistete.

Heute zeichnet sich Oxford neben seiner Universität, die nicht nur die Wahrnehmung der Stadt in der Öffentlichkeit, sondern auch weite Teile des Stadtbilds bestimmt, durch einen kosmopolitischen Flair aus, der Tradition mühelos mit Modernität vereint.