Kamin Lissabon
Die portugiesische Hauptstadt Lissabon, auch als Stadt der sieben Hügel bekannt, wurde etwa 1000 Jahre vor Christus als kleine Siedlung von den Phöniziern in der Bucht der Flussmündung des Tejo gegründet.
Einige Jahrhunderte später geriet Olisipo, wie die Stadt damals hieß, unter römische Herrschaft. Reste von Tempeln, Amphitheatern und Thermen aus der römischen Zeit zeugen von dieser Epoche.

Im 8. Jahrhundert nach Christus unterwarfen die Mauren und Araber Lissabon und gaben der Stadt den Namen Al-Aschbouna. Im malerischen Altstadtviertel Alfama mit den engen Gässchen ist die maurische Vergangenheit auch heute noch präsent.

Im 16. Jahrhundert wurden in Lissabon viele Gebäude im manuelinischen Stil errichtet. Dazu zählt u.a. das Hieronymus-Kloster mit der filigranen Architektur, das zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Lissabons zählt. Die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts ist vom goldenen Zeitalter Portugals geprägt. In Belém lief Vasco da Gama zu zahlreichen Entdeckungs- und Eroberungsreisen aus und Lissabon wurde zum blühenden Zentrum des Welthandels. Der berühmte Torre de Belém ist heute das Wahrzeichen Lissabons.

Ein wichtige Zäsur in der Geschichte Lissabons stellt der 1.11.1755 dar, als ein starkes Erdbeben und ein anschließender Tsunami mehr als zwei Drittel der Stadt vernichteten und Tausenden Menschen den Tod brachten. Der Marquis de Pombal leitete den schnellen Wiederaufbau der Stadt ein. Heute erinnern die im Schachbrettmuster breit angelegten Straßen der Unterstadt (Baixa) an den pragmatischen portugiesischen Staatsmann.

1998 war Lissabon Gastgeber der Weltausstellung Expo. Die Stadt mit der traumhaften Lage am Atlantik verfügt heute über eine moderne Infrastruktur mit Geschäfts- und Wohnvierteln, die mit den zahlreichen historischen Gebäuden und interessanten Baudenkmälern aus vergangenen Zeiten ein harmonisches Ensemble bilden.