Kamin Leganes
Die spanische Stadt Leganes befindet sich 11 Kilometer südlich des Zentrums von Madrid. Hier befand sich während des Spanischen Bürgerkriegs, bis 1936, der Regierungssitz der Republik. Seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts steigt die Einwohnerzahl Leganes ständig, sodass der Madrider Vorort inzwischen zur Großstadt angewachsen ist.

Bereits im 2. Jahrhundert v. Chr., als die Römer die Iberische Halbinsel besiedelten, befanden sich auf dem heutigen Stadtgebiet von Leganes mehrere Dörfer. Zudem wurden hier Reste einer westgotischen Siedlung aus dem 6. Jahrhundert n. Chr. entdeckt. Die Stadt Leganes ist jedoch erst im Jahr 1280, nach der Rückeroberung des Gebiets durch die Kastilianer entstanden. Vermutlich wurde die Stadtgründung notwendig, weil sich viele Menschen aus den umliegenden Dörfern hier sammelten, um einer Epidemie zu entgehen. Um 1528 entstand der erste Sakralbau Leganes, die Kapelle von Mora. Noch im selben Jahrhundert kamen die Kapelle von Butarque und die Kapelle des heiligen Christobal hinzu. Um 1627 erlangte Leganes die Unabhängigkeit von Madrid und Felipe IV. wurde Marquis von Leganes und Visconte von Butarque. 1820 schaffte man jedoch alle Vollmachten, die mit diesen Titeln verbunden waren, wieder ab. 120 Jahre zuvor wurde die Kirche San Salvador eröffnet, in der heute noch Gottesdienste abgehalten werden. Auch die einflussreiche Adelsfamilie Munoz war an der Entwicklung von Leganes beteiligt. Sie ließ hier ein Krankenhaus für die Armen von Leganes und dem Nachbarort Villaverde bauen. 1783 wurde unter Carlos III. der Bau der Residenz der königlichen Garde in Leganes beendet. Heute ist dieses Gebäude Teil der Madrider Universität "Carlos III".