Kamin Genua
Bedingt durch seine günstige Lage am Mittelmeer, war Genua schon sehr früh in ihrer Geschichte ein Seehafen. Sucht man nach dem Ursprung des Namens Genua, so wird unweigerlich der Gott Janus ins Spiel gebracht, dem Beschützer der Landschaft, Haustüren und Stadttoren. Archäologische Befunde beweisen, dass die Gründung der Stadt etwa im 3. Jahrhundert v. Chr. stattgefunden haben muss. Während der punischen Kriege, welche Rom im 3. und 2. Jahrhundert v. Chr. gegen die Punier führte, wurde Genua vollständig zerstört und nach dem Wiederaufbau durch die Römer als Militärbasis gegen die Karthager genutzt. In der Zeit des spätrömischen Reiches sowie im Hochmittelalter erlebte die Stadt mehrere Besetzungen aus dem Norden und später von den Byzantinern, den Langobarden sowie den Franken, von denen sie sich nur langsam erholte.

Die Hochzeit von Genua begann mit dem Mittelalter, denn seit dem 11. Jahrhundert wurde sie oligarchisch durch eine kleine Gruppe von Konsuln und verschiedenen aristokratischen Familien regiert. Es ist wohl dieser Regierungsart zu verdanken, dass im gesamten Mittelmeerraum Besitztümer der reichen Genuesen florierten, ob als Handelszentren oder gar Kolonien. Eine nicht unwesentliche Rolle spielte Genua, dank seiner maritimen Machtstellung im Mittelmeerraum, bei den Kreuzzügen und auch in den späteren Jahrhunderten. 1528 beginnt für Genua das sogenannte „Goldene Jahrhundert“ mit der Allianz zwischen dem Admiral Doria sowie dem spanischen Karl V. Große Investitionen ermöglichten, dass die Stadt in der europäischen Rangliste der wichtigsten Städte ganz oben rangierte. Während dieser Zeit begann auch der Bauboom von prunkvollen Palästen und aristokratischen Residenzen, welche das Bild von Genua noch heute prägen.

1451 wurde der wohl berühmteste Genuese, Christoph Kolumbus geboren und die Stadt ehrte, und ehrt ihn noch heute mit dem 1544 errichteten Leuchtturm „Torre della Lanterna“, der auch gleichzeitig das Wahrzeichen Genuas ist.