Kamin Florenz
Florenz erlebte seine Blütezeit im Mittelalter zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert.

Eng verbunden war die Stadt dabei mit dem Aufstieg und der Politik der Familie Medici, die sich aus der Bedeutungslosigkeit heraus zu einer italienischen Großmacht entwickelte.

Sie erhob damit auch die Stadt, die Julius Cäsar einst nach der Göttin der Blumen und der Pflanzen benannt hatte, in den Adelsstand. Florenz wurde ein wichtiges Handels-, Finanz-, Kultur- und Machtzentrum, fühlte sich dabei aber gleichzeitig der Kunst und Architektur in besonderem Maße verpflichtet.

Größen wie Michelangelo, Leonardo da Vinci und Galileo Galilei ließen sich in der Stadt am Arno nieder und wurden von den Medici gefördert. Der Architekt und Baumeister Brunelleschi etwa schuf mit seiner Kuppel des Florentiner Domes Santa Maria del Fiore nicht nur ein Meisterwerk, sondern zugleich auch den deutlich sichtbaren Anspruch einer Stadt auf Beachtung und Respekt. Das Ausmaß der Kuppel als gemauertes Bauwerk wurde nie übertroffen.
In den heute noch erhaltenen Palästen der Medici spiegelt sich das Bild des damaligen Florenz eindrucksvoll wieder.

Dabei könnte man die Florentiner Altstadt selbst als eines der größten Museen der Welt bezeichnen, in der Kunstwerke von unermesslichem Wert konzentriert sind.

Die kulturelle Bedeutung der Stadt reichte bis ins 17. Jahrhundert und endete mit dem Aussterben der Familie der Medici und die Übernahme durch die Habsburger. Heute profitiert sie von dem aufstrebenden Wirtschaftszweig des Tourismus.

Die so genannte Farnesische Flora übrigens, eine überlebensgroße Marmorfigur, die als eindrucksvollste plastische Darstellung der römischen Göttin gilt, sucht man leider in Florenz vergeblich. Sie befindet sich in Neapel.