Kamin Bari
Wer Bari, die Hauptstadt der italienischen Region Apulien etwas näher betrachtet, wird dort die Hinterlassenschaft von Spuren erkennen, die auf die Regierung verschiedener Herrscher und die Besiedlung durch zahlreiche Völker zurückzuführen sind.

Als die italienische Stadt Bari im 3. Jahrhundert vor Christus durch griechische Siedler erbaut wurde, erhielt sie zunächst den Namen Barion. Nach ihrer Einbindung in das römische Reich, gehörte sie von 476 bis 840 zu den Germanenreichen in Italien und bekam so die Möglichkeit, selbständig Gesetze zu erlassen und eigene Münzen zu prägen. Im Zuge der Besetzung der Stadt durch die Sarazenen begannen diese mit der Gründung eines islamischen Emirats in Italien. Doch bereits im Jahre 870, nach der Entmachtung durch das byzantinische Reich, wurde die Stadt zum Zentrum seiner italienischen Territorien. Auch die erneute Eroberung durch die Araber im Jahre 1002 währte nicht lange, da die Stadt schnell von der byzantiner Regierung zurückerobert werden konnte. Nachdem sich 1009 und 1017 der Barenser Melus gegen die Byzantiner erhob, fiel die Stadt an der Adria im Jahre 1071 der Eroberung durch die Normannen zum Opfer. Bei der Zerstörung Baris durch Wilhelm I., der den Beinamen "der Böse" trägt, verschonte dieser lediglich die Kathedrale und die Basilica St. Nicola. Die Verwüstungen durch den Regenten galten als Strafaktion, die der Rebellion der Einwohner gegen die Normannen im Jahre 1155 folgte.
Erst unter Friedrich II. blühte Bari wieder auf.

Ihre heutige Bedeutung als Hafen-und Universitätsstadt hat Bari u.a. Gioacchino Murat, einem der Begründer des Neuanfangs im Jahre 1813 zu verdanken.

Bekanntheit erlangte Bari auch durch den heiligen Nikolaus von Myra, dessen Gebeine im Jahre 1087 nach Bari gebracht wurden und der seitdem in Italien Nicola de Bari genannt wird.