Kamin Almeria
Die reizvolle Hafenstadt Almeria im sonnenverwöhnten Andalusien zeigt auch heute noch in der nordafrikanischen Anmutung ihres Stadtbildes, in dem sich unterhalb der arabischen Festung Alcazaba weiße Häuserkuben mit üppigen Gärten und Palmenanlagen mischen, ihren Ursprung als Gründung der Mauren. "Al Mariyya" - so der historische Name - "Spiegel des Meeres" wurde 1489 christlich.

Eine wechselvolle Geschichte und eine Vielfalt an Zivilisationen prägten das Gesicht der Siedlung Almeria, deren Anfänge bis in die Altsteinzeit zurückreichen, Spuren von Höhlenmalereien sprechen dafür. Auch aus der Zeit ab 5000 vor Christus finden sich neolithische Nachweise, im Metallzeitalter muss sich hier schon eine veritable Stadt mit fast 1000 Einwohnern in der Kupferverarbeitung ausgezeichnet haben. Ihre Produkte fanden weite Verbreitung über einen Großteil der iberischen Halbinsel. In der Bronzezeit entstand die Kultur von El Argar, dann trieben die Phönizier und Römer von der Almeria-Bucht aus einen blühenden Handel. Nach der Eroberung durch die Wandalen, Westgoten und Byzantiner kamen im 9. Jahrhundert nach Christus die Mauren, vor allem Jemeniten und Berber, sie blieben für 8 Jahrhunderte. Die Festung Alcazaba aus dem Jahre 955, die das Vordringen des Kalifats der Taminiden verhindern sollte, ist die Keimzelle der heutigen modernen Stadt Almeria. Als Hauptort des Kalifats von Cordóba entwickelte ddie Stadt bald groß angelegte Handelsbeziehungen mit den Nachbarn im östlichen Mittelmeerraum und in Nordafrika, die vor allem auf dem Export von Seide beruhten. Der Glanz Almerias war auf dem Zenit.

Ganz zweifellos hat die islamische Zivilisation die Stadt und Region Almeria am nachhaltigsten geprägt, aber alle Spuren dieser uralten Kulturen haben in Almeria zu einem eigentümlichen Flair beigetragen, das mit einem Duft aus Schönheit, Tradition und Sinnlichkeit betört.