Elektrokamin Versailles
Die vornehme 86.000-Einwohnerstadt Versailles in der nordfranzösischen Region Île-de-France im Ballungsraum Paris zählt zu den bekanntesten Fremdenverkehrsorten Frankreichs. Dafür sorgt vor allem ihre Hauptattraktion, die wohl berühmteste Schlossanlage der Welt: Das im 17. Jh. erbaute Schloss Versailles des allmächtigen Sonnenkönigs Ludwig XIV. Wäre nicht dessen Vater, Ludwig XIII. aus dem Hause Bourbon, Anfang des 17. Jh. auf die Idee gekommen, hier in den Wäldern ein Jagdschloss errichten zu lassen, der Ort wäre wohl über lange Zeit hinweg ein unbedeutender Marktflecken geblieben. Weltweite Aufmerksamkeit erlangte Versailles jedoch erst, als Ludwig XIV. 1688 beschloss, das kleine Chateau zu seinem Regierungssitz ausbauen zu lassen. In den nächsten 30 Jahren entstand so eine prunkvolle Schloss- und Parkanlage, die jahrhundertelang Vorbild vieler europäischer Schlossbauten sein sollte. Gold, meisterhafter Stuck und wertvolle Stoffe prägen die Ausstattung der Räume, von denen der wohl bekannteste der 73 m lange und 13 m hohe Spiegelsaal mit seinen 7 monumentalen Kronleuchtern, 357 Spiegeln und 17 Arkaden ist.

Die Stadt Versailles selbst erstreckt sich östlich des Schlosshofes mit dem Place d’Armes als eindrucksvollem Mittelpunkt. Von diesem gehen strahlenförmig drei breite Alleen aus, welche von weiteren attraktiven Stadtplätzen gesäumt werden. Hier wohnten im 18. Jh. die Hofbediensteten und residierten zahlreiche Adelige in ihren fürstlichen Palästen. Daneben entstanden Kirchen und Märkte. Ein besonders imposantes Bauwerk ist die 1754 geweihte Kirche Saint Louis, welche 1797 Bischofssitz wurde und somit zur Kathedrale aufstieg. Aus dem einstigen fernen Marktflecken Versailles war eine eindrucksvolle Stadt geworden, die heute jährlich Tausende von Touristen anlockt.