Elektrokamin Riga
Riga ist die Hauptstadt Lettlands und gehört zu den wenigen Städten, deren Gründungsdatum exakt überliefert ist. Die Stadt wurde im Jahr 1201 vom Bremer Bischof Albert von Buxhoeveden gegründet. Die Bürger der Stadt emanzipierten sich recht bald von der bischöflichen Oberhoheit und gründeten 1221 ihren Rat. Riga war während der Blütezeit der Hanse eines ihrer Zentren, der starke Einfluss der Kaufmannschaft ist nicht zuletzt in der lettischen Sprache bemerkbar, welche zahlreiche Lehnwörter aus der Verkehrssprache der Hanse, dem Niederdeutschen, enthält.

Riga blieb weiterhin Sitz der Erzbischöfe. Im 15. Jahrhundert eroberte der Deutsche Orden Riga. Seit dem Jahr 1621 gehörte Riga für ein Jahr zu Schweden, ehe die Stadt mit ihrem Umland nach Russland eingegliedert wurde. Die offizielle Amtssprache blieb aber noch bis zum Jahr 1891 Deutsch, danach Russisch. Lettisch wurde lediglich von der Bevölkerung als Umgangssprache gesprochen. Im November 1918 wurde Lettland erstmals unabhängig und Riga die Hauptstadt des freien Landes. 1940 eroberte Russland Riga und Lettland, die Besatzung wurde vier Jahre später mit der offiziellen Gründung der Sowjetrepublik Lettland abgeschlossen. Seit dem Jahr 1991 wird die Unabhängigkeit Lettlands, um welche das Land in einer friedlichen Revolution rang, auch von Russland anerkannt, Riga ist erneut die Hauptstadt

Während des Ringens um die Unabhängigkeit betonte die lettische Regierung mehrmals, dass sie nicht aus der Sowjetunion austreten könne, weil sie nie freiwillig in diese eingetreten sei.
Heute ist Lettland ein junger Staat innerhalb der EU und als solcher dem Schengen-Abkommen beigetreten

Bei einem Besuch in Riga fällt der Nachbau der Bremer Stadtmusikanten auf, welcher auf die Gründungsgeschichte der Stadt verweist. Besonders sehenswert ist der Dom, das Jüdische Museum und das Okkupationsmuseum erzählen aus unterschiedlichen Blickwinkeln über die Geschichte der Stadt.