Elektrokamin Prato
Prato in der Toskana steht unter dem Schutzpatron Santo Stephano. Ursprünglich lebten in der Gegend der heutigen Stadt Prato die Etrusker. Aus urkundlichen Erwähnungen des 10. Jhdts. ist bekannt, dass sich Prato zu einem florierenden Ort entwickelte. Die Ware Wolle war der Schwerpunkt und Prato gewann den Stand eines Imperiums das sich eng mit dem Begriff Wolle verband. Später wurde die Gegend auch „Lumpenzentrum“ genannt, was wohl den vielen Einwanderern zuzuschreiben ist, die im 19. Jhdt. aus dem Süden Italiens auftauchten. Mitte des 19. Jhdts. erlebte Prato einen Aufstieg als Stadt der Stoffindustrie.

Der Stadtzentrum konnte sich in seiner historischen Grundformation erhalten und zeigt ein Sechseck als Grundform innerhalb der historischen Mauern. Im Stadtkern ist heute noch deutlich der einstige Reichtum von Prato zu erkennen. Die Baumaterialien der zahlreichen historischen Gebäude sind geprägt von lokalen Baumaterialien. Besonders wurden Marmorsorten mit unterschiedlichen Farben verwendet, die auch in Florenz Anwendung fanden. Alberese in weißer Farbe und Serpentino in grüner Farbe.

Die Stadt zeigt viele Sehenswürdigkeiten. Darunter ist am beeindruckendsten sicherlich das Kastell, das in seiner Formgebung einmalig in Nord- und Mittelitalien ist. Auch Paläste und Kirchen bietet Prato, die den Charme des Stadtzentrums zeichnen. Wer in Prato einkaufen geht, bummelt in historischen Gemäuern und darf das Lebensgefühl einer vergangenen Blütezeit erleben. Zahlreiche Läden laden in der historisch geprägten Fußgängermeile zum Shopping ein. In einer Kathedrale ist ein Fresken Zyklus zu entdecken, der das Leben des Heiligen Stephanus ebenso wie das Leben Johannes des Täufers darstellt. Der Urheber des Freskos ist Filippo Lippi.