Elektrokamin Porto
Die Stadt Porto gab dem Land den Namen. Einer der Gründe, weshalb sich die Stadt als heimliche Hauptstadt Portugals betrachtet. Aber es gibt noch mehr Gründe: Die zweitgrößte Stadt des Landes ist zugleich ihre größte Industrie-, Handels- und Hafenstadt. Hier wird das Geld verdient, das in Lissabon mit vollen Händen ausgegeben wird, sagen die Portuenser. In Lissabon dagegen heißt es: Hier wird gelebt, in Porto wird gearbeitet.

Die Besiedlung der Stadt reicht zurück bis in die Castrozeit (1.Jahrtausend bis 1.Jahrhundert vor Christus). Viele Herren haben sich im Besitz der Stadt abgelöst: Kelten haben sie wahrscheinlich begründet, Griechen bauten sie zum Handelsort aus. Rom herrschte hier bis 540 die Westgoten in Porto einen Bischofssitz errichteten und dann kamen die Mauren. Gut drei Jahrhunderte prägten sie die Stadt bis zur Reconquista, die Porto 1092 endgültig zu einer christlichen Stadt machten.

Besucher sind sich einig: Vom Stadtbild her und auch von der Mentalität der Bewohner macht Porto den haupt-städtischeren Eindruck. Was nicht heißt, dass eine gesichtslose Moderne die Stadt prägt. Im Gegenteil: Die Altstadt von Porto ist dank der Geschlossenheit ihrer Bebauung ein Weltkulturerbe, dessen Bewahrung aber nur mit großem Aufwand möglich ist. Viele der alten Häuser sind baufällig, ihre Erhaltung ist teuer und hat hohe Mieten im Gefolge. Viele Bewohner sind deshalb an den Stadtrand gezogen, und so ist die Altstadt, die Uferzone ausge-nommen, abends wenig belebt.

Und natürlich muss man den Portwein erwähnen, der dafür gesorgt hat, dass der Name der Stadt bei Genießern in aller Welt einen guten Klang hat.