Elektrokamin Pisa
Wer an Pisa denkt oder über die toskanische Stadt spricht, wird als erstes das Wahrzeichen vor Augen haben: der schiefe Turm von Pisa.

Darüber hinaus besitzt Pisa eine weit zurück reichende Geschichte als Dreh und Angelpunkt der italienischen Toskana. Im Mittelalter war Pisa eine Seefahrerrepublik. Gemeinsam mit den drei anderen Seefahrerrepubliken im Norden und Süden, bildete die Stadt also das Zentrum der italienischen Seefahrt. Des Weiteren ist die Geschichte von Pisa mit zahlreichen Konflikten mit der Nachbarrepublik Florenz gespickt. Was man sich heute nicht mehr vorstellen kann, war vor über 600 Jahren ein echtes Problem. Der Streit gipfelte in einer Übernahme von Pisa durch die Florentiner. Pisa verlor also seine geliebte Unabhängigkeit und bildete mit Florenz eine starke toskanische Wirtschaftsmacht. In dieser Zeit entwickelte sich auch die Stadtsprache „Piseanisch“. Diese Sprache ist mehr als ein Dialekt der italienischen Sprache, sie war damals für viele Bürger eine Flucht in die Individualität. Die Wichtigkeit der Sprache wird dadurch gestützt, dass auch heute noch viele Bewohner Pisas diese Sprache verstehen und sogar sprechen. Neben der gesprochenen Sprache verfügt Piseanisch auch über eine lang währende Schreibtradition.

Den hohen Bekanntheitsgrad, in der für Europäer bekannten Welt, erlangte Pisa 1409 durch das Konzil von Pisa. Ziel war es damals, das Abendländische Schisma zu beenden. Doch der Versuch von Johannes des 23. scheiterte kläglich und verschlimmerte die Situation weiter. Drei im Amt befindliche Päpste, waren das Ergebnis. Einer in Rom, einer in Avignon und einer in Pisa.

Für die Kunst und Technik sind die zwei berühmten Söhne der Stadt, Galileo Galilei und Fibonacci, von enormer Bedeutung. Ihr Wissen prägt unsere Welt bis heute.