Elektrokamin Leeds
Die nordenglische Stadt Leeds im Herzen der Insel ist mit ihren mehr als 900 Jahren einer der geschichtsträchtigsten Orte des britischen Empire. Seinen Anfang nahm Leeds, als im Jahre 1087 eine kleine Kapelle in der Region „Loidis“ errichtet wurde, die später zum Zentrum des Ortes werden sollte. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde aus der Siedlung ein komplett neuer Ort gebildet und der inzwischen eingeführte Name „Ledes“ änderte sich erneut, diesmal in „Leedes“.

Seinen wirtschaftlichen Aufstieg verdankt Leeds vor allem einer florierenden Textil- und Wollindustrie, die über Jahrhunderte entwickelt und erweitert wurde sowie der Anbindung zum Fluss „Aire“, der Verkehrs- und Handelswege bis zur Nordsee eröffnete. Die immer edleren Stoffe und Materialien bescherten Leeds nicht nur Ansehen und Wohlstand, sondern auch einem enormen Bevölkerungszuwachs; allein zwischen dem 17. und dem 18. Jahrhundert hat sich die Einwohnerzahl von Leeds mehr als verdreifacht.

Zu Beginn des 19. Jahrhundert hatte die Industriealisierung auch Leeds erreicht, was in verbesserten Textilmaschinen und einem florierenden Maschinenbau zum Ausdruck kam. Diesmal profitierte Leeds mit einer Bahnverbindung, einem Schiffskanal nach Liverpool und einem weiteren Anstieg der Einwohnerzahl vom industriellen Fortschritt. Höhepunkt der Entwicklung von Leeds war das Jahr 1893, als dem Ort die Stadtrechte verliehen wurden.

Als bedeutender Industriestandort war Leeds im 2. Weltkrieg ein primäres Angriffsziel für die deutschen Aggressoren, die den Ort in der Grafschaft West Yorkshire erheblich beschädigten. Die Luftangriffe markieren den Wendepunkt in der Stadtgeschichte, denn Leeds hatte nahezu die gesamten Industrieanlagen verloren. Die Stadt nutzte dies aber als Chance und definierte sich als Dienstleistungs- und Universitätsstadt neu. Heute genießt Leeds einen erstklassigen Ruf als Stadt der Universitäten und Hochschulen, in der knapp 100.000 Studenten gastieren.