Elektrokamin Grenoble
Grenoble, die Hauptstadt des französischen Départements Isère, wurde bereits von einem keltischen Stamm, den Allobroges, gegründet. Erstmals erwähnt wird die Stadt von den Römern in einem Schreiben an Cicero unter dem Namen "Cularo" im Jahre 43 v. Chr. Unter Kaiser Diocletian wurde im Jahr 286 die Stadtmauer erbaut, die über einen Kilometer lang war und von 38 Türmen verstärkt wurde. Teile der Mauer können noch heute in der Stadt besichtigt werden.

Zu Ehren Kaiser Gratians wurde der Ort 377 in Gratianopolis umbenannt. Im Mittelalter veränderte sich der Name zu Graignovol und schließlich durch Hinzufügen des Wortes "noble" (adelig) zu Grenoble.

Bereits seit dem 4. Jahrhundert ist Grenoble ein Bischofssitz. 879 wurde Grenoble dem Königreich Burgund zugeteilt, kam 1349 jedoch - zusammen mit der ganzen Gegend, der Dauphiné - an Frankreich.

Im 18. Jahrhundert tat sich die Stadt vor allem durch das großartige Kunsthandwerk hervor und bekam landesweit an Bedeutung, als die in Grenoble ansässige Tischlerdynastie Hache den Titel "Tischler der Herzöge von Orléans" verliehen bekam. Bis heute kann man die Werke dieser Tischler im Musée Dauphinois in Grenoble begutachten.

Während des zweiten Weltkriegs wurde die Stadt von den Deutschen schwer bombardiert und wurde von Charles de Gaulle zum "Gesellen der Befreiung" erklärt.

Durch die Ausrichtung der olympischen Winterspiele 1968 rückte die Stadt ins Blickfeld der Weltöffentlichkeit. Als Sinnbild der Modernisierung Frankreichs wurde in der Stadt unter anderem ein neuer Bahnhof und eine neue Universität gebaut, welche nach amerikanischem Vorbild außerhalb der Stadt lag - etwas bis dahin Unbekanntes in Frankreich.