Elektrokamin Faro
Unzählige Reisende landen jedes Jahr auf dem internationalen Flughafen in Faro, an der Südküste Portugals. Wer von dort gleich die Badeorte ansteuert, versäumt den wunderschönen, hinter einer dicken Stadtmauer gelegenen, historischen Kern der Stadt. Faro konnte sich als Hauptstadt der Algarve ihren ursprünglichen, portugiesischen Charme bewahren. Die Stadt wirkt ungezwungen und gleichzeitig herrschaftlich. Dazu trägt auch die großzügige Garten-Architektur mit ihren weitläufigen Parkanlagen den hohen Palmen bei. Bei einem Spaziergang zeigt sich die mediterrane Lebensart, mit der in Portugal manchmal etwas melancholischen Note .

Faro ist mit seinen über 52.000 Einwohnern ein dynamisches wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der Region. Zu Zeiten der Römer war Faro (damals Ossonoba) ein wichtiger Handelshafen. Nach den Erdbeben in den Jahren 1722 und 1755 sind nur das alte Stadttor im Renaissancestil und die mittelalterliche Stadtmauer erhalten geblieben. Ein Spiegelbild der bewegten Geschichte ist die Kathedrale Sé mit ihrer bunten Mischung verschiedener Baustile, deren imposante Unstimmigkeit viele Besucher anzieht. Sehenswert ist auch die Carmokirche aus dem 18.Jahrhundert mit dem, für portugiesische Kirche charakteristischen, üppigen Goldschmuck.

Weit über die Grenzen Portugals hinaus ist die Universität von Faro bekannt. Die ca. 8000 Studenten geben dem Stadtbild ein jugendliches Flair und in den Straßen pulsiert der Rhythmus des modernen Lebens. Das Schlendern durch die lebendige Fußgängerzonen mit ihren eleganten Geschäften ist ein Shoppingerlebnis. Faro besitzt neben vielen Straßencafés auch eines der ältesten Kaffeehäuser Europas. Im Schiffahrtsmuseum kann man sich über Fischfangtechniken informieren und die alten Segelschiffe bestaunen. Das ethnologische Museum vermittelt einen Eindruck von traditionellen Leben an der Algarve.