Elektrokamin Almeria
Andalusien - das bedeutet Sonne, Meer und maurisch geprägte Städte. Almería ist eine dieser malerischen Ortschaften direkt am Meer. Fast glaubt der Reisende, in Nordafrika zu sein: schneeweiße Häuser, enge Gässchen, viele Gärten und Palmen. Die Anfänge Almerías liegen im spätjungsteinzeitlichem Dunkel; die damals aufblühende iberische Ackerbaukultur ist nach der Stadt benannt. Das eigentliche Almería wurde bereits im Jahr 955 von den Mauren gegründet. 1489 erfolgte im Verlauf der "Reconquista" die Rückeroberung durch die katholischen Herrscher, und bereits 1492 entstand hier ein Bischofssitz. Das 16. Jahrhundert war verheerend für die Stadt: Erdbeben verwüsteten die Stadt, die zudem noch unter den Überfällen räuberischer Berberpiraten zu leiden hatte.

Auch die Alcazaba, die über der Stadt liegende Festung, ist maurischen Ursprungs. Mit ihrem Bau begann der maurische Herrscher Abd ar-Rahman III bereits 955, und die Fertigstellung erfolgte im 11. Jahrhundert. Ein weiteres Zeugnis der Vergangenheit ist die Kathedrale in der Innenstadt Almerías, deren Bau 1524 begann. Das Besondere: Diese einzigartige Kathedrale war nicht nur Gotteshaus, sondern zugleich eine wehrhafte Burg, um den ständigen Angriffen der nordafrikanischen Seeräuber Paroli zu bieten.

Aber auch Almerías Umgebung bietet dem Touristen einiges. Der Halbwüste mit spärlicher Vegetation, aber auch wunderschönen Stränden hat einen ganz besonderen Reiz. Der Naturpark Cabo de Gata ist dafür ein bemerkenswertes Beispiel. Auch Filmemacher entdeckten die markante Gegend für ihre Zwecke: Bei Tabernas, mitten in der Wüste, drehten sie viele Western - so z. B. "Spiel mir das Lied vom Tod" und in jüngster Zeit "Der Schuh des Manitu". Sogar eine für diese Filme gebaute Kulissenstadt gibt es dort noch: "Mini Hollywood", ca. 30 km nördlich von Almería.